
Etwa 45 ehemalige Mitglieder dieses Fanfarenzuges wollten bei diesem Jubiläum noch einmal ihr können unter Beweis stellen. Man traf sich zu Übungsstunden und trat schließlich unter dem Namen
"Die Ehemaligen" bei dem Jubiläum auf.
Ein Teil der Ehemaligen hatte durch die Übungsstunden und den Auftritt wieder Spaß am musizieren gefunden und traf sich auch nach der Jubiläumsveranstaltung zu Übungsstunden und Auftritten bei Familienfeiern.
Anlässlich der Weihnachtsfeier am 27. November 1999 beschloss man einen neuen Fanfarenzug zu gründen. Mit
Stadt- Fanfaren Sontra war auch schnell ein Name gefunden.
Mit zunächst 25 Mitgliedern begann dann am 1. Januar 2000 die Ära Stadt Fanfaren Sontra.
Alle Mitglieder waren sich einig, dass man den alten Verein auf keinen Fall imitieren wollte, im Gegenteil, es sollte etwas ganz neues entstehen, dass sich sowohl musikalisch wie auch organisatorisch von den Fanfarenzügen in Ihrer ursprünglichen Form unterscheiden sollte.
So fand man bei den Stadt Fanfaren zwar auch noch die traditionellen Instrumente eines Fanfarenzuges wie Fanfaren- und Landsknechtstrommeln. Daneben hatte man aber auch Locktrommeln, ein Dreier- und ein Vierersystem
(Tim Toms) sowie ein Fünfersystem Templeblocks, was der Musik eine ganz neue moderne Note gab. Durch das Einüben neuer Musikstücke versuchte man ebenfalls der Musik eine ganz besondere Note zu geben.

Hatte man zunächst nur bei Geburtstagen und Familienfeiern gespielt, so wurde man schon bald auch zu größeren Veranstaltungen eingeladen.. Der schon bald einsetzende Erfolg zeigte den Machern, dass sie sich auf dem richtigen Weg befanden.
Dies zeigte sich auch in der Mitgliederentwicklung. Schon bald hatte man die ursprüngliche Mitgliederzahl verdoppelt.
Sehr schnell war der Musikverein auch bis weit über die Grenzen der nordhessischen Heimat hinaus bekannt geworden.
Nach Auftritten in Sontra, Bebra und Rotenburg, folgten nun Auftritte in Seligenstadt, Braunschweig, Volkmarsen, Wasungen, Eisenach und Kornwestheim.
Auch im Fernsehen konnte man die Stadt Fanfaren einige Male sehen, so z.B. anlässlich des größten Karnevalsumzuges Norddeutschlands in Braunschweig im NDR - Fernsehen oder mehrere Male im MDR - Fernsehen anlässlich des Karnevalsumzuges in Wasungen.
Die absoluten Höhepunkte waren jedoch die Teilnahme am Karnevalsumzug in Köln - Wesseling sowie die mehrmalige Teilnahme am größten Volksfest Nordrhein - Westfalens, der Cranger Kirmes in Herne.
Trotz dieser Erfolge, vergaß man aber die Heimat nicht. Auftritte beim Johannisfest in Eschwege, beim Wanfrieder Vogelschießen, der Kirmes in Bebra und nicht zuletzt dem Heimat- und Schützenfest in Sontra zählten quasi zum Muss der Gruppe.
Nicht zu zählen sind inzwischen die Auftritte in den Orten der näheren und weiteren Umgebung um Sontra, sei es zu Vereinsjubiläen, zu Kirmesfesten oder zu anderen Veranstaltungen.
Einen festen Termin im Veranstaltungskalender nahm die jährliche Teilnahme am Guggentreffen der befreundeten Renegades Gugga in Kornwestheim ein.
War man zunächst nur in schwarzer Hose und grauem T-Shirt aufgetreten, so änderte sich dies im Jahre 2003. Anlässlich des Heimat- und Schützenfestes in Sontra, traten die Musiker erstmals in einer neuen schmucken Uniform in den Farben des Vereins Schwarz/Rot/Silber auf.

Ein großes Musikfest anlässlich des 5 - jährigen Vereinsjubiläums, im Mai 2005, auf dem Sontraer Marktplatz, fand großen Anklang bei der Bevölkerung und konnte als voller Erfolg gewertet werden.
Im Jahr 2006 hat sich der Vorstand entschlossen den bisherigen wilden Zusammenschluss in einen eingetragenen Verein umzuwandeln. Bei einer zu diesem Zweck durchgeführten Mitgliederversammlung stimmten alle anwesenden Mitglieder für die Gründung eines eingetragenen Vereins. Sie verabschiedeten einstimmig die ausgearbeitete Satzung. Anschließend wurde ein neuer Vorstand gewählt, der dann die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister und die Anerkennung als gemeinnütziger Verein in die Wege leitete.
Eine der ersten Aufgaben des neuen Vorstandes bestand darin, die Ausbauarbeiten für das neue Vereinsheim auf dem Brückenland 4 in die Wege zu leiten. Nach einer Umbauzeit von insgesamt 8 Monaten mit ca. 2000 freiwilligen Arbeitsstunden wurde dieses Vereinsheim am 2.6.2007 mit einem
"Tag der offenen Tür" eingeweiht.

Im Januar 2007 fasste die Jahreshauptversammlung den einstimmigen Beschluss die musikalische Ausrichtung weg vom Fanfarenzug und hin zur Marchingband so schnell als irgend möglich in die Wege zu leiten.
Die bereits abgeschlossenen Auftritte im Jahr 2007 wurden noch als Fanfarenzug durchgeführt. Im September 2007 hängte man dann die Fanfaren und Landsknechtstrommeln im wahrsten Sinne des Wortes an den Nagel. Man verordnete sich ein Jahr schöpferische Pause, in der man die Umstellung über die Bühne bringen wollte.
Man begann zunächst in eigener Regie, seit Dezember 2007 mit Hilfe der Trainer Hartmut Saubert, Frank Fechtel und Peter Fahrenbach mit den Übungsstunden sowohl für die Blechblasinstrumente
(Brass) wie auch für die Trommler
(Percussion).
Da der Name
"Stadt Fanfaren" irgendwie nicht mehr zu einer Musikformation passte, die keine Fanfaren mehr hat, beschloss die Mitgliederversammlung im Februar 2008 den Namen in
"The Silver Lions - Sontra e.V." zu ändern.

Bei der Namensgebung wollte man einen Bezug zu Hessen und auch zu Sontra herstellen. Man fand schließlich den Löwen, der sowohl im hessischen Landeswappen wie auch im Wappen der Stadt Sontra enthalten ist. Vom Land Hessen erhielt man die Genehmigung, dass Hessenzeichen in Silber für das neue Wappen zu verwenden und so wurde der Name
"The Silver Lions", ausgewählt.
In getrennten Übungsstunden lernten sowohl die Blechbläser
(Brass) wie auch die Trommler
(Percussion) nach Noten zu spielen.
In gemeinsamen Übungsstunden wurden dann die ersten Musikstücke eingeübt.
Am 21. März 2009 folgte schließlich der erste öffentliche Auftritt als Marchingband, beim Festzug des Sommergewinns in Eisenach, mit neuer Musik und neuer Uniform.
Die neue Uniform ist das Werk des Sontraer
Schneiders Georges Haddad. In der Zeit von nur 3 Wochen kreierte und schneiderte er die neuen Uniformen, damit sie pünktlich zum Auftritt in Eisenach fertig gestellt wurden.
Sowohl die musikalische Umstellung wie ach die Anschaffung der neuen Uniformen konnten nur mit Hilfe einiger Firmen und Institutionen verwirklicht werden, die den Verein mit großzügigen, aber auch mit kleineren Spenden unterstützten.
Man wollte einiges von dieser Unterstützung weiter geben an Menschen, die aufgrund einer schweren Erkrankung sehr benachteiligt sind. Aus diesem Grund plante man für den musikalischen Wiedereinstieg ein großes Benefizmusikfest zu Gunsten der José Carreras Leukämie Stiftung.
Von über 200 angeschriebenen Musikformationen aus ganz Deutschland und auch dem benachbarten Ausland meldeten sich zunächst 21 Musikgruppen, die sich später dann auf 19 reduzierten, die bereit wahren ohne Honorar an dem Musikfest teilzunehmen.
Mit ca. 700 Musikern ging dieses Musikfest dann am 23. und 24. Mai 2009 über die Bühne.
Die Regionalpresse titelte: "Löwenstarke Premiere der Silver Lions mit einem Benefizkonzert", "Starkes Comeback für den guten Zweck" und "Das Benefizmusikfest der Silver Lions geriet zur perfekten Bühne für die Rückkehr der früheren Stadt Fanfaren".

Insgesamt gestaltete sich das Jahr 2009 sehr erfolgreich. Auch als Ende des Jahres einige Mitglieder der Percussion ihren Rückzug erklären, stehen die übrigen Mitglieder fest zusammen. Der personelle Verlust im Bereich Percussion kann in kürzester Zeit wieder ausgeglichen werden.
Im Januar 2010 wird ein neuer Vorstand gewählt. Dieser Vorstand forciert vor allem die Jugendarbeit.
Dank einiger großzügiger Spenden und Zuschüsse werden die Silver Lions in die Lage versetzt neue Ventilinstrumente und Trommeln anzuschaffen, mit denen Kinder und Jugendliche, während der Übungsstunden, zu Jungmusikern ausgebildet werden.
Die Kinder und Jugendlichen benötigen für diese Ausbildung keinerlei musikalische Vorkenntnisse. Sie werden bei den Silver Lions sowohl in den Bereichen Brass (Bläser) wie auch Percussion (Trommler) intensiv ausgebildet.
Ein Nahziel der Silver Lions ist der Aufbau einer Colorguard (Tanzformation), die die Auftritte der Musiker tänzerisch begleitet.
Bei größeren und auch kleineren Auftritten bestreitet man eine erfolgreiche Saison 2010.
Schon im September 2010 hat man damit begonnen, sich intensiv auf die Saison 2011 vorzubereiten.